Künstliche Intelligenz in der Geldanlage auf dem Vormarsch

Künstliche Intelligenz in der Geldanlage auf dem Vormarsch

Sind Maschinen die besseren Anleger?

Dieser Frage geht man bei der Baloise derzeit auf den Grund

Kennen Sie eigentlich schon Pepper? Er ist der erste humanoide Roboter, der in der Lage ist, sich mit Ihnen zu unterhalten, menschliche Grundemotionen zu erkennen und sein Verhalten an die Stimmung seines Gesprächspartners anzupassen. Pepper ist ein überaus sozialer Roboter, der Ihr Gesicht lesen und auf Ihre Emotionen reagieren kann. Am Flughafen München begrüsst er als Josie Pepper beispielsweise Passagiere im öffentlichen Bereich des Terminals und beantwortet Fragen rund um Shops, Gastronomie oder den Flugbetrieb. Auch in der Zürcher Trading Lounge der Saxo Bank steht Pepper Kunden Rede und Antwort. Hierfür arbeitet das Geldinstitut mit Avatarion Technology zusammen. Das Start-up der Universität St. Gallen ist nicht nur auf den Bereich humanoide Robotik spezialisiert, sondern exklusiver Importeur für Pepper in der Schweiz. Der Einsatz in einem Finanzunternehmen sei eine Premiere, sagt Avatarion-Gründer und -CEO Christophe Gostanian. „Was heute noch ungewohnt scheint, dürfte aber in einigen Jahren vertraut sein.“

Grundlage für humanoide Roboter ist die sogenannte künstliche Intelligenz, kurz KI, die heute bereits in vielen Bereichen zum Einsatz kommt. Gemeint ist das intelligente Lernen von Maschinen, sodass sie eigenständig menschenähnlich Entscheidungen treffen können. Und auch für das klassische Anlagesparen könnte künstliche Intelligenz künftig an Bedeutung gewinnen. Zunächst kennen viele Kunden KI vor allem aus der Kommunikation – mit Robotern wie Pepper oder sogenannten Chatbots, die mittlerweile auf vielen Webseiten bei Fragen oder auf der Suche nach Informationen behilflich sind. KI kann aber auch dazu beitragen, Anleger, ihre Präferenzen, ihren aktuellen Finanzstatus oder das bisherige Anlageverhalten besser zu verstehen, da intelligente Technologien heute bereits wesentlich mehr für die Finanz- und Vermögensberatung relevante Daten erfassen und analysieren können. Ein weiteres grosses Plus des Einsatzes künstlicher Intelligenz für den Anleger sind die Kosten. Mithilfe neuer Technologien lassen sich individuelle Strategien dank automatisierter Prozesse wesentlich kostengünstiger anbieten. Das heisst: Auch Kleinanleger könnten künftig in den Genuss einer individuellen Vermögensverwaltung kommen, die bisher nur Private-Banking-Kunden zugänglich war.

Aber auch das Fondsmanagement könnte stärker profitieren, indem es KI für Vorhersagen, Research und Ausblicke nutzt. Je mehr Daten für die Analyse zugrunde gelegt werden können, desto präzisier die Anlageentscheidungen. Und das Ausschalten von Emotionen war beim Thema Anlagesparen schon immer ein guter Ratschlag. Aufgrund der vielen Vorteile, welche die künstliche Intelligenz für den langfristigen Vermögensaufbau haben könnte, prüft man bei Baloise Asset Management daher gegenwärtig auch den Einsatz von Technologien aus dem Bereich KI in verschiedenen Bereichen der Vermögensverwaltung. Darunter fallen beispielsweise auch Research und Trading.

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